Willkommen auf der Uni, Goodbye Intelligent Design? Das berühmte Lied von Pink Floyd: “We don’t need no education / We don’t need no thought control,”(Wir brauchen keine Bildung / Wir brauchen keine Gedankenkontrolle), ist nicht nur ein Ausruf eines rebellischen Geistes, sondern auch ein Kommentar zum Scheitern der Bildungseinrichtungen, Schülern zu vermitteln, kritisch zu denken - beide Seiten kontroverser Themen zu bewerten.

Nur wenige Wissenschaftler haben die Bedeutung kritischen Denkens besser verstanden als Charles Darwin. Als er 1859 seine Evolutionstheorie in "Über die Entstehung der Arten" vorschlug, stieß Darwin auf heftigen intellektuellen Widerstand, sowohl der wissenschaftlichen Gemeinschaft als auch der Kultur seiner Zeit. Um die Objektivität der Debatte über die Evolution wiederherzustellen, riet Darwin mit Bedacht:

„Ein richtiges Ergebnis läßt sich aber nur dadurch erlangen, daß man alle Thatsachen und Gründe, welche für und gegen jede einzelne Frage sprechen, zusammenstellt, und sorgfältig gegen einander abwägt“ 1

Man könnte meinen, Darwins Ansatz zur Diskussion der Evolution wäre beibehalten worden, aber in den letzten 150 Jahren hat sich viel geändert. Leider lehnen heutzutage etliche Evolutionslobbyisten Darwins fundierten Rat ab und sind dogmatisch dagegen, gegenteilige Standpunkte zu diskutieren.

Zum Beispiel veröffentlichte Bruce Alberts, ein führender Biochemie-Lehrbuchautor und ehemaliger Präsident der US-amerikanischen National Academy of Sciences (NAS), im Jahr 2005 einen Leitartikel in der Zeitschrift Cell. Dort schlug er vor, „Intelligent Design [ID] im naturwissenschaftlichen Unterricht am College zu unterrichten, jedoch nicht als Alternative zum Darwinismus“. Stattdessen argumentierte Alberts, dass Schüler ausschließlich lernen sollten, „warum Intelligent Design keine Wissenschaft ist“. 2

Selbst große wissenschaftliche Gruppen wie die NAS befürworten Alberts einseitiges und pädagogisches Verbot. 2008 erklärte die NAS: "Es gibt keine wissenschaftlichen Kontroversen über die grundlegenden Fakten der Evolution" und deshalb sei "der Aufruf der Intelligent Design-Bewegung, auch 'die kontroverse Ansichten zu lehren', nicht gerechtfertigt."3  Handelt es sich hier um Bildung oder Indoktrination?

1. Du verdienst mehr als einseitige Bildung

Die evolutionistische Bildungsagenda scheint klar zu sein: Evolutionslobbyisten handeln wie Richter, welche die Jury bitten ein Urteil zu fällen, obwohl diese nur eine Seite des Falls gehört hat. Pädagogen werden gedrängt, den Schülern eine einseitige Darstellung von Darwins Theorie im Klassenzimmer zu präsentieren.

Sind Evolutionisten in Ihrem Standpunkt denn sicher genug, schwierigen Fragen zuzulassen? Entscheide selbst: In den letzten Jahren haben viele Evolutionisten offen einen pädagogischen Ansatz gewählt, welcher Schülern nur (noch einmal) eine Seite der Debatte vermittelt. Einige Beispiele (aus den USA) sind:

  • Die Universität von Kalifornien in San Diego gab an, dass „alle Erstsemester im ersten Quartal“ zu einem Vortrag eines Anti-ID-Aktivisten verpflichtet sind. Titel: „Warum der Richter den ID-Kreationismus aus der Wissenschaft ausgeschlossen hat“ 7

  • Ein führender Evolutionsbiologe an der Universität von Chicago erklärte, dass „Festhalten an Intelligent Design (welches für sich in Anspruch nimmt, eine nichtreligiöse Theorie zu sein) ein definitiver Grund sein sollte, einen Professor für Naturwissenschaften nicht einzustellen.“ 8

  • Biologieprofessoren an der Southern Methodist University lehrten in einem Kurs wie Intelligent Design angegriffen werden kann. Auf der Kurswebseite hieß es es: “You don’t have to teach both sides of a debate if one side is a load of crap.” 9

  • Ein Professor an der Universität von Toronto gab an, dass eine große öffentliche Universität "niemals Studenten zulassen sollten", welche ID unterstützen. Sie sollten diese „fallen lassen und damit Platz für kluge Studenten schaffen“. 10

  • Drei Biologieprofessoren an der Ohio State University stoppten eine laufende Doktorarbeit. Sie behaupteten in einem Schreiben, dass „es keine gültigen wissenschaftlichen Daten gibt, die die Makroevolution in Frage zu stellen“. Daher wären die Aussagen des Promovierenden zu Problemen des Neo-Darwinismus „unethisch“ und „absichtliche Irreführung". 11

  • Ein Dozent für Biologie 101 am Wesleyan College befürwortete das Unterrichten von „Ungenauigkeiten“, die „falsch“ sind, sofern diese das Vertrauen der Studenten fördern und „ihnen helfen, die Evolution zu akzeptieren“. 12

  • Ein Biologieprofessor an der Universität von Waikato erklärte: „Wenn ein Student Beispiele wie das bakterielle Flagellum verwenden sollte, um die Ansicht des Intelligent Design zu fördern, sollte er damit rechnen schlechter bewertet zu werden.“ 13

ID-Kritiker sind in einigen Bereichen derart intolerant geworden, dass der Europarat, die führende europäische Menschenrechtsorganisation, 2007 eine Resolution verabschiedete, in der ID als potenzielle „Bedrohung der Menschenrechte“ bezeichnet wird! 15

2. Drei Tipps für das Studium von Intelligent Design und Evolution

Schulen, Hochschulen, Universitäten - dies sollten Orte sein, an welchen eine Vielzahl von Standpunkten und Sichtweisen geschätzt und diskutiert wird. Leider hat sich diese Vielfalt nicht auf den Biologieunterricht ausgeweitet. Dort gibt es aktuell in der Regel nur eine akzeptable Perspektive in Bezug auf die Ursprünge: die neo-darwinistische Theorie.

Wie bleibt man nun aber informiert. Wie bewahrt man einen kritischen aber offenen Verstand, während man andererseits einen voreingenommenen und einseitigen Lehrplan studiert?

2.1. Tipp 1: Informiere dich über die Evolution, wann immer die Chance besteht

Glückwunsch, wenn du dich für eine gute wissenschaftliche Bildung entschieden hast! Sind dir oben genannte Beispiele jedoch im Ansatz bekannt? Ist bei euch eine Debatte über Kontroversen zur Evolution oder Intelligent Design vorhanden? Falls dies nicht der Fall ist, besteht eine gute Chance, dass deine Institution nicht die Absicht hat kritisches Denken zu lehren, sondern ausschließlich eine Sichtweise zu indoktrinieren.

Dennoch, je mehr du über die Evolution lernst um so eher fallen dir unbewiesene Annahmen und widersprüchliche Methodik ins Auge - welche mit schlechter Datenlage gestützt werden. Daher der Tipp, sich nicht zu scheuen die Evolution zu studieren. Vergiss dabei nicht deinen kritischen Verstand und halte dich eigenständig zur Vielfalt möglicher Standpunkte informiert!

2.2. Tipp 2: Denke selbst, denke kritisch und hinterfrage Hypothesen

Im Studium stellt man früher oder später fest, dass fast alle evolutionären Aussagen größtenteils auf Hypothesen beruhen. Die moderne Evolutionstherorie wird als wahr angenommen - erst anschließend werden Daten anhand der darwinistischen Vorannahmen interpretiert.

Die Herausforderung für dich als Wahrheitssucher besteht darin, die Rohdaten von Hypothesen zu trennen, welche die Interpretation der Daten bestimmen. Augen auf in Bezug auf Zirkelschlüsse. Du wirst werden sehen, dass evolutionäre Annahmen sehr schnell zu „Fakten“ werden. Künftige Daten müssen später jeweils so zusammengestellt werden, dass die zu diesen „Fakten“ konsistent sind. Mache dir klar, dass evolutionäres Denken oft widersprüchliche Logik und inkonsistente Methoden verwendet. Die Logik, die verwendet wird, um die Evolution in Situation A abzuleiten, kann genau das Gegenteil von der Logik sein, die verwendet wird, um die Evolution in Situation B abzuleiten. Zum Beispiel:

  • Die biologische Ähnlichkeit zwischen Arten impliziert angeblich die Abstammung über einen gemeinsamen Vorfahren - es sei denn, dies ist nicht der Fall. Dann erklärt man dies durch Prozesse wie die „konvergente Evolution“ oder den „horizontalen Gentransfer“.
  • Der Neodarwinismus sagt voraus, dass Übergangsformen gefunden werden können. Außer wenn sie nicht gefunden werden.
    Dies sei dann Beleg, dass sogar Übergänge in Populationen stattgefunden haben, die zu klein und zu kurzlebig sind, um Fossilien zu hinterlassen.
  • Die Evolutionsgenetik sagt voraus, dass unser Genom voll von unbrauchbarer Junk-DNA ist - außer wenn wir die Funktion für solche Junk-DNA entdecken. Dann wird behauptet die Evolution würde niemals unbrauchbare DNA in Zellen beibehalten.

Wenn sowohl A als auch (nicht) A auf die Evolution schließen lassen, erkennt man, dass eine Theorie auf einer inkonsistenten Methodik basiert.

Halte also nach Annahmen und widersprüchlichen Methoden Ausschau, welche in evolutionären Überlegungen reichlich vorhanden sind.

Außerdem: Denke selbst!
Jeder möchte "wissenschaftlich gebildet" erscheinen, aber die Darwin-Lobby setzt die Menschen unter Druck. "Wissenschaftlich gebildet" wird definiert als "die Evolution akzeptieren"  und nicht als "unabhängig Denken, Wissenschaft verstehen und sich eine eigene fundierte Meinung bilden".

Lass also nicht deinen Türsteher im Kopf auf Urlaub auswandern. Ansonsten fließen ungeprüft Hypothesen als Fakten in deine Denkprozesse. Es ist wichtig, dass du selbst überlegst und Hypothesen hinterfragst.

Kritisches Denken entlarvt fragwürdige Annahmen. Das eigene kritische Denken kann eine große Herausforderung sein, aber die Suche nach Wahrheit ist jede verbrauchte mentale Kalorie wert.

2.3. Tipp 3: Recherchiere glaubwürdige wissenschaftliche Standpunkte, die sich vom Darwinismus unterscheiden

... auch dann, wenn deine Klassen diese nicht-evolutionären Standpunkte "zensieren".

Die darwinistisch geprägte Bildungslandschaft macht es einem nicht leicht, sich objektiv über das Thema Evolution und Intelligentes Design zu informieren. Aber mit ein wenig Eigenarbeit ist dies möglich.

Wenn du dir ein vollständiges und umfassendes Verständnis der wissenschaftlichen Erkenntnisse erarbeiten möchtest, braucht es Zeit, um die Pro-ID-Argumente zu recherchieren und zu untersuchen. Viele der Fakultäten werden diese Standpunkte möglicherweise ablehnen, falsch darstellen oder vielleicht sogar geradezu zensieren.

Also, nimm einerseits Teil an Kursen zur Förderung der Evolution. Lese andererseits aber auch Material von glaubwürdigen Darwin-Skeptikern, um mehr über abweichende Standpunkte zu erfahren. Nur dann kann man sich informiert entscheiden! Auf dieser Webseite werden Argumente hinterfragt und Ansichten über Evolution und Intelligent Design nach und nach weiter vertieft.

Auch wenn die Intoleranz der Wissenschaft gegenüber der Pro-ID-Sichtweise einschüchternd oder abschreckend sein mag, lass dich nicht entmutigen. Eine wichtige Frage dazu: Wenn alle Beweise auf der Seite der Neodarwinisten wären, müsste man dann gegen Befürworter von Intelligent Design auf solch extremen Taktiken und Indoktrination zurückgreifen?

Und nicht vergessen - die meisten Wissenschaftler und Gelehrten, welche ID befürworten waren auch einmal Studenten - sie ertrugen still die Fehlinformationen oder voreingenommenen Standpunkte der Fakultäten. Einige von ihnen waren aufgrund ihrer Ansichten zum Intelligent Design sogar realen Problemen ausgesetzt. Du bist also nicht allein und mit ein wenig proaktiver Selbsterziehung, kritischem Denken und Geduld bestehst du diesen Test mit Bravour.

1 C. Darwin, Über die Entstehung der Arten, (1876)
2 B. Alberts, "A Wakeup Call for Science Faculty," Cell, 123:739-741, (Dec. 2, 2005).
3 See C. Luskin, “The Facts about Intelligent Design: A Response to the National Academy of Sciences' Science, Evolution, and Creationism,” www.discovery.org/a/4405
4 T. P. White, "Letter to the University of Idaho Faculty, Staff and Students" (October 4, 2005), www.president.uidaho.edu/default.aspx?pid=85947
5 Jo Ann Gora’s “President’s Perspective” memo to faculty and staff on July 31, 2013.
6 S. Jaschik, “A Call to Action Against Intelligent Design,” Inside Higher Education (October 24, 2005) at http://www.insidehighered.com/news/2005/10/24/id
7 University of California, San Diego Forces All Freshmen To Attend Anti-ID Lecture, www.evolutionnews.org/2006/11/university_of_california_san_d002858.html
8 See “Jerry Coyne: ‘...adherence to ID... should be absolute grounds for not hiring a science professor’,” www.evolutionnews.org/2011/03/jerry_coyne045001.html
9 See “How to Teach Intelligent Design, SMU Style: ‘You don't have to teach both sides of a debate if one side is a load of crap,’ www.evolutionnews.org/2007/09/how_to_teach_intelligent_desig004210.html
10 See “Leading Biochemistry Textbook Author: Pro-ID undergraduates ‘should never have [been] admitted,’”
www.evolutionnews.org/2006/11/author_of_leading_biochemistry002876.html
11 Bryan Leonard’s plight is described in J. Wells, The Politically Incorrect Guide to Darwinism and Intelligent Design (Regnery, 2006), 189-190.
12 See “Lying in the Name of Indoctrination,” www.evolutionnews.org/2008/08/lying_in_the_name_of_indoctrin010661.html
13 See “Want a Good Grade in Alison Campbell's College Biology Course? Don't Endorse Intelligent Design,”
www.evolutionnews.org/2011/03/want_a_good_grade_in_allison_c044581.html
14 See “Intelligent Design torpedoes tenure,” hwww.worldnetdaily.com/news/article.asp?ARTICLE_ID=55774 (May 19, 2007) and “Riled by Intelligent Design,”
www.nytimes.com/2005/11/06/education/edlife/HedIntelligent.html
15 Council of Europe, “The dangers of creationism in education,” September 17, 2007, assembly.coe.int/main.asp?link=/documents/adoptedtext/ta07/eres1580.htm