Zusammenfassung: Intelligent Design ist eine wissenschaftliche Theorie, die besagt, dass viele Aspekte des Lebens und des Universums am besten durch eine intelligente Ursache und nicht durch eine ungerichtete Ursache wie natürliche Auslese erklärt werden. ID ist Wissenschaft, weil sie die wissenschaftliche Methode verwendet, um ihre Behauptungen aufzustellen. Insbesondere erfasst die ID-Theorie Merkmale von Design, indem empirische Daten verwendet werden, um Vorhersagen zu testen.

ID verwendet anerkannte wissenschaftliche Methoden der Geschichtswissenschaft.Bestimmte Formen von Komplexität können hier aus Beobachtungen heraus auf intelligente Ursachen zurückgeführt werden. Genau diese Methoden werden genutzt, um ähnliche Muster in der Natur zu erkennen.

Man kann mit der Theorie des Intelligent Design nicht einverstanden sein, falsch wäre jedoch, diese als "auf Glauben basierend" zu bezeichnen.

1. Nutzt 'Intelligent Design' die wissenschaftliche Methode?

Intelligent Design ist Wissenschaft, weil sie die wissenschaftliche Methode verwendet, um ihre Behauptungen aufzustellen. Die wissenschaftliche Methode wird allgemein als ein vierstufiger Prozess beschrieben, der Beobachtungen, Hypothesen, Experimente und Schlussfolgerungen umfasst.

  1. Beobachtungen: ID beginnt mit der Beobachtung, dass intelligente Ursachen bzw. Verursacher ein hohes Maß an komplexen und spezifizierten Informationen („CSI“) produzieren. Etwas ist komplex, wenn es unwahrscheinlich ist, und spezifiziert wenn es mit einem unabhängigen Muster übereinstimmt. Stephen Meyer stellt fest: „Unser erfahrungsbasiertes Wissen über den Informationsfluss bestätigt, dass Systeme mit großen Mengen an [CSI] (insbesondere Codes und Sprachen) ausnahmslos von einer intelligenten Quelle stammen - von einem Verstand oder einer Person.“ 1
  2. Hypothese: ID-Theoretiker gehen davon aus, dass ein natürliches Objekt, welches entworfen wurde, hohe CSI-Werte enthält
  3. Experiment: Wissenschaftler führen dann experimentelle Tests an natürlichen Objekten durch, um festzustellen, ob sie einen hohen CSI enthalten. Eine leicht testbare Form von CSI ist die irreduzible Komplexität (IC). Diese ist in Systemen vorhanden, welche einen bestimmten Kernsatz interagierender Teile benötigen, um zu funktionieren. 2 IC kann experimentell getestet werden, indem biologische Strukturen zurückentwickelt werden. Damit kann festgestellt werden, ob ein Kernminimum ihrer Teile für die Funkionalität erforderlich ist.
  4. Schlussfolgerung: Nicht reduzierbar komplexe Systeme sind erst dann nützlich, wenn wirklich alle erforderlichen Teile vorhanden sind. Diese Systeme können sich daher nicht schrittweise weiterentwickeln, wie es die darwinistische Evolution erfordert. 3 IC ist ein zuverlässiger Indikator für das Design, weil „bei allen irreduzibel komplexen Systemen, bei denen die Ursache des Systems durch Erfahrung oder Beobachtung bekannt ist, intelligentes Design oder Engineering eine Rolle bei der Entstehung des Systems gespielt hat.“ 4 Finden ID-Forscher Nicht-Reduzierbare Komplexität in biologischen Systemen, schließen sie, dass solche Strukturen entworfen wurden.

2. Was genau untersuchen die Forscher?

ID beginnt mit der Betrachtung von Informationen, die von intelligenten Handelnden bzw. ein Verstand erzeugt werden. Ein hoher CSI ist hier Folge.

Die Forscher untersuchen dann historische Aufzeichnungen in Bezug darauf, ob natürliche Objekte mit gleichen Informationseigenschaften (hohem CSI) gefunden werden können. Ist das der Fall, dann erfordern diese Objekte eine konstruktive Erklärung.

ID verwendet somit das einheitliche Denkprinzip der Geschichtswissenschaften. Intelligent-Design-Theoretiker nutzen bekannte Ursache-Wirkungs-Verhältnisse zwischen Intelligenz und bestimmten Arten von Informationsmustern - der Ursprung verschiedener natürlicher Phänomene kann hieraus abgeleitet werden.

Dies ist kein auf Glauben basierendes System. Es handelt sich vielmehr um empirisch fundierte Forschung, welche Informationstypen und Komplexität in der Natur analysiert.

Vielleicht lehnt man die Schlussfolgerungen von ID ab, man kann jedoch nicht vernünftigerweise behaupten ID basiere auf Religion, Glauben oder göttlicher Offenbarung.

2.1. Weitere Informationen:

Signature in the Cell: DNA and the Evidence for Intelligent Design by Stephen Meyer (HarperOne, 2009).
Darwin's Black Box: The Biochemical Challenge to Evolution by Michael J. Behe (Free Press, 1996).
“DNA and Other Designs,” by Stephen Meyer, First Things (April, 2000) — www.discovery.org/a/200
“Intelligent design (ID) has scientific merit...,” by Casey Luskin — www.discovery.org/a/7051
“How Can We Know Intelligent Design is Science?” by Casey Luskin — www.discovery.org/f/9051
“How Do We Know Intelligent Design Is a Scientific ‘Theory’?” by Casey Luskin — www.ideacenter.org/contentmgr/showdetails.php/id/1548

2.2. Quellen:

1 Meyer, “The origin of biological information and the higher taxonomic categories.”.
2 M. J. Behe, Molecular Machines: Experimental Support for the Design Inference, in Intelligent Design Creationism, in Intelligent Design Creationism and Its Critics: Philosophical, Theological, and Scientific Perspectives, ed. R. T. Pennock, p. 247 (MIT Press 2001).
3 Darwin schrieb: “If it could be demonstrated that any complex organ existed which could not possibly have been formed by numerous, successive, slight modifications, my theory would absolutely break down.”
4 S. A. Minnich and S. C. Meyer, “Genetic Analysis of Coordinate Flagellar and Type III Regulatory Circuits in Pathogenic Bacteria,” in Proceedings of the Second
International Conference on Design & Nature, Rhodes Greece (M.W. Collins & C.A. Brebbia eds., 2004), 8, www.discovery.org/f/389