Sie müssen kein Gelehrter sein, um sich mit dem biblischen Text auseinanderzusetzen und sich dabei über einfaches Bibellesen hinauszubewegen. Es gibt Tools, mit denen Sie in den Text eindringen und Techniken, mit denen Sie sorgfältiger lesen können. Eine der schwierigsten Lektionen, die ich als Professor und in meiner Tätigkeit bei Logos-Bible Software lernen musste, ist, dass die meisten Christen Bibellesen als Bibelstudium ansehen. Aber das ist es nicht.

Was die meisten Menschen über das Lesen der Bibel hinaus tun, wird sie nicht sehr weit bringen. Was Viele als Bibelstudium ansehen, ist kein wirkliches Erforschen der Bibel. Schlechte Quellen und ebensolche Handhabung des biblischen Textes sind oft der Grund, warum Geistliche, Seminarleiter und Laien, denen ich über die Jahre begegnet bin, sich über mich ärgern. Ich akzeptiere keine schwachen Argumente oder unbestätigte Quellen und resultierende Schlussfolgerungen, wenn diese nicht auf dem Bibeltext basieren.

Die meisten wohlmeinenden Gläubigen denken leider, dass sie sich in das Wort "vertiefen", wenn sie Autoren wie Chuck Swindoll oder Greg Laurie oder Max Lucado lesen oder ... nun ...füllen Sie die Lücke einfach mit einem beliebten christlichen Bibellehrer. Um fair zu bleiben -  ich erinnere ich mich, Swindolls Charakterstudie über Josua gelesen zu haben, als ich ein Teenager war. Ich fand die wirklich gut, aber nach ein, zwei ähnlichen Werken wurde mir klar, dass ich nur etwas über die Bibel las. Ich bin aber nicht in den Bibeltext an sich eingedrungen.

Anders gesagt: Ich hatte nichts entdeckt, was ich genauso durch genaues Lesen meiner englischen Übersetzung lernen konnte. 

Swindoll war zwar ein Schritt in die richtige Richtung, konnte mich aber bald nicht mehr zufriedenstellen. Andere Schriftsteller wie Spurgeon oder Andrew Murray oder Lloyd Ogilvie waren hilfreich, aber ich wollte den Text kennenlernen und nicht nur hilfreiche Einblicke für mein spirituelles Leben gewinnen. Ich hab also festgestellt, dass sich eine genaue Kenntnis des Textes und der Wunsch ein gottgemäßes Leben zu führen, nicht gegenseitig ausschließen.

Mein nächster Schritt in der High School war, Bibel-Kommentare mit in die Mensa zu nehmen, was ich meiner Frau erst nach unserer Heirat erzählt hab! Zugegeben, ich bin ein Text-Nerd und denke immer noch, dass etwas mit einem Christen nicht stimmt, wenn er den Urtext nicht verstehen möchte. Und ich glaub nicht, dass ich diesen Gedanken jemals bereuen werde. Aber ich verstehe natürlich, dass nicht jeder Gläubige Griechisch und Hebräisch lernen wird und all die anderen Dinge, die die Gelehrten studieren. Das ist nicht Gottes Berufung für die meisten Menschen. Aber - Jeder Gläubige kann etwas tun, was mehr Aufmerksamkeit auf den Urtext zu lenken, den wir ja als inspiriert ansehen.

Es gibt Werkzeuge, mit denen jeder kompetent umgehen lernen kann, damit er weniger von Übersetzungen und den Meinungen anderer abhängig ist. Das Eintauchen in den Bibeltext (und wirklich nur auf den Text) wird nicht jede Frage beantworten, die wir haben. Manchmal ist der Text mehrdeutig. Aber das wird uns (wenn wir es erlauben) zu einer biblischeren Theologie führen. Und dann können Sie darum beten, die wichtigen Teile für sich zu bewahren.

Meine bisherige Erklärung soll Folgendes einleiten: Diese Episode markiert den Beginn einer Podcast-Reihe. Sie soll Ihnen helfen, Werkzeuge zu finden, mit denen Sie in den ursprünglichen biblischen Text gelangen können, selbst wenn Sie Griechisch und Hebräisch gar nicht lesen können.

Wichtiger noch -  wir werden die Gründe besprechen, warum das ihr Wunsch sein sollte. Vor ca. einem Jahr schrieb ich den Beitrag "Heisers Gesetze zum Bibelstudium". Diese Liste möchte ich restlichen Zeit mal durchgehen. Die Gedanken daraus werde ich in den kommenden Folgen weiter entfalten und ergänzen um den Hörern zu helfen, Studenten der Bibel zu werden, nicht nur Leser.

Hier sind also "Heisers Gesetze für das Bibelstudium":

1. Es gibt keinen Ersatz für die genaue Beachtung des biblischen Textes

Nach meiner Einleitung ist das wohl logisch. Aber überlegen Sie mal: Wie können Sie sagen, dass Sie an einer biblischen Lehre festhalten, ohne diese Überzeugung im Bibeltext begründen zu können? Etliche Christen haben eine "Theologie nach Glaubensbekenntnis" oder eine "von meinen Eltern gehört -Theologie" oder eine "mein Pastor sagt, dass -Theologie"  oder sogar "dieses Buch in der christlichen Buchhandlung sagt das Theologie".

Die müssen jetzt nicht unbedingt voller Fehler sein (obwohl sie es sein könnten), aber sie sind aus zweiter Hand. Alle basieren darauf, dass irgendjemand mit seinen eigenen Worten beschreibt, was sie selber gerade in der Bibel lesen - das ist alles. Die Chancen stehen zwar gut, dass sie für grundlegende Ideen ausreichen, bleiben aber meist hinter einer sorgfältig durchdachten biblischen Lehrmeinung zurück, die sich aus dem Text selber ableitet.

2. Beachten Sie den biblischen Text in den Originalsprachen

Wenn Sie das nicht können, vertrauen Sie niemals einer einzelnen Bibel-Übersetzung - verwenden Sie auf jeden Fall mehrere.

Außerdem sollten Sie sich ein paar Fertigkeiten aneignen, um zu verstehen, warum es in den Übersetzungen Unterschiede gibt. Bei diesen Fertigkeiten handelt es sich beispielsweise um das Erlernen grammatikalischer Begriffe und Konzepte, sodass Sie die Diskussion in einem ernsthaften Bibelkommentar verfolgen können (d. h. einem Kommentar, der sich auf den Originaltext bezieht).

Andere Fähigkeiten könnten das Erlangen von Wissen zur "Übersetzungsphilosophie" beinhalten. Sie wissen ja, dass jede aktuellere Bibelübersetzung ein selten gelesenes Vorwort hat, in dem das Übersetzungskomitee seine Philosophie erklärt.

Es könnte auch das Wissen zu üblichen "Denkfehlern" beinhalten, welche Übersetzer und Gelehrte beeinflussen könnten. Gute Überlegungen basieren auf Wissen darüber, was über ein bestimmtes Wort oder eine Passage gesagt werden kann und was nicht. Sie können zwar jede Menge Daten sammeln, aber wenn Sie nicht vernünftig nachdenken, werden diese nicht die richtigen Ergebnisse liefern.

3. Muster im Text sind wichtiger als Wortstudien

Christen, die über einfaches Lesen der Bibel hinausgehen möchten, landen häufig bei Wortstudien. Nun, Wortstudien sind wichtig, aber Ausgangspunkt nicht der Endpunkt für das Nachdenken. Nimmt man Hilfsmittel für solche Wortstudien an wie Strong's Konkordanz und Strong's Wörterbuch hat man zwar Bestseller - aber im Grunde nur "Einkaufslisten" mit alternativen Wortoptionen für Ihre deutsche Übersetzung. Solche "Einkaufslisten" eignen sich für eher für ein Buffet-Bibelstudium.

Beispiel:  "Ich nehm mal das und das da, aber das da drüben lasse ich besser weg, sonst bekommt mein Glaube Verdauungsprobleme."

Es gehört einfach mehr zu solchen  Wortstudien, als nur aus einer Liste deutscher Begriffe etwas auszuwählen. Und, wie gesagt, sind Wortstudien nicht so wichtig wie wiederkehrende Muster im Text - z.B. Begriffe, die immer wieder in direkter Nähe zu anderen Begriffen oder Phrasen auftauchen, vielleicht in gleicher Reihenfolge oder in Gegenüberstellung zu anderen Phrasen. Bei Wortstudien machen Sie diese Beobachtung nicht und werden auch nicht darauf hingewiesen.

4. Der Schlüssel Prophetie zu verstehen: AT/NT

Der Schlüssel Prophetie zu verstehen ist die Art und Weise wie das Alte Testament im Neuen Testament angewandt wird. 

Diesen Punkt kann man nicht genug betonen, weil ein inspiriertes Schriftstück unser Leitfaden für ein anderes sein muss.

Jedenfalls sollte man das so annehmen. Aber wenn ich für jedes Gespräch einen Dollar bekommen hätte, in dem mir jemand erzählt, wie sich die Bibleverse X,Y,Z im Alten Testament erfüllt haben (oder werden), die Person aber nicht wusste, dass der Autor im Neuen Testament diese Textpassage aus dem Alten Testament offensichtlich weder zitiert noch so anwendet wie mein Gesprächspartner behauptet - dann würde ich ein besseres Auto fahren!

Sehen Sie das mal so: Wenn Sie glauben, dass die Autoren des Neuen Testaments inspiriert waren, als sie das Alte Testament zitierten (was ja auch inspiriert war), ist es da nicht eine prima Idee mal nachzusehen, wie sie es zitieren?

Wäre es nicht sinnvoll eine Stelle X,Y,Z im Alten Testament lieber nicht als ein Zeichen eines Ereignisses in der Zeit Jesu oder einer zukünftigen Zeit zu interpretieren, sofern kein Autor des Neuen Testaments diese Passage so genutzt hat?

Mein Lieblingsbeispiel hier ist das Hohelied Salomos, zum dem viele Christen gelehrt werden, dass es die Beziehung zwischen Christus und der Kirche symbolisiert. Nur schade,  dass Paulus oder andere Schreiber im Neuen Testaments nie auf diese Idee gekommen sind! Das Hohelied Salomos wird im Neuen Testament niemals so zitiert oder irgendwie auf Christus und die Kirche angewandt. Sogar Passagen wie Hohelied 2:1 (die Passage, von der Blume des Scharon und den Lilien des Tals) werden im NT nicht auf Jesus angewandt. Fakt ist, es gibt nirgendwo im NT ein eindeutiges Zitat des Hoheliedes von Salomo.

Klar, vielleicht finden Sie einen Querverweis in Ihrer Studienbibel, aber Gelehrte, die sich alle Stellen im NT angesehen haben, in denen der Bibelschreiber das AT zitiert, werden Ihnen genau das sagen, was ich Ihnen gesagt habe. 

Wenn Sie also im Hohelied von Salomo über die Liebe Christi zur Kirche nachdenken, können Sie zwar ein warmes, wuscheliges Gefühl bekommen - aber trotzdem ist das keine biblische Lehre.

5. Die Bibel muss im Kontext interpretiert werden

Nicht im Kontext einer theologischen Tradition oder ihres eigenen ganz persönlicher Kontexts - wichtig ist der Kontext, in dem die Bibel entstand (antiker naher Osten / Mittelmeerraum).

Anders ausgedrückt, wenn Sie die Bibel durch Ihre eigene theologische Tradition filtern, dann ist das kein Bibelstudium!

Die Bibel wurde nun einmal nicht in der Zeit geschrieben...

  • als Augustinus oder andere Kirchenväter lebten
  • oder im Mittelalter, als Aquin schrieb
  • oder in der Reformation, als Luther und Calvin schrieben
  • oder in der fundamentalistischen Ära
  • oder in der Ära des modernen Evangelikalismus

Diese Kontexte sind dem biblischen Kontext alle fremd.

Und trotzdem werden sie immer wieder genutzt, um die Bibel danach zu filtern. Nochmal, Sie erarbeiten zwar einen Glauben, falls Sie das tun - nur können Sie diesen dann nicht als biblischen Glauben bezeichnen. Er mag zwar mit dem der biblischen Theologie in Punkten übereinstimmen, aber er kann genauso die biblische Lehre ignorieren, oder sogar der Bibel zuwiderlaufen.

6. Die Bibel ist ein "göttliches menschliches Buch"

Beachten Sie, was ich nicht gesagt habe. Ich habe nicht gesagt, dass die Bibel ein göttliches Buch ist. Ich sagte, es ist ein "göttliches menschliches" Buch. Beide Teile dieser Gleichung sind entscheidend und notwendig. Beide Aspekte wurden von Gott gewählt - also Im Hinblick darauf wie das, was wir die Bibel nennen, hergestellt werden sollte. Mit anderen Worten, Gott hat die Menschen ausgewählt, den biblischen Text zu schreiben.

Die Menschen schreiben in Grammatik und Stil, die von ihren Zeitgenossen verstanden wurden - und außerdem mit einer bestimmten Absicht - die Bibel ist also nicht einfach vom Himmel gefallen.

Studiere sie deshalb so, als hätte sie tatsächlich jemand geschrieben, nicht so als wäre sie Resultat eines paranormalen Ereignisses.

7. Ist eine Bibelpassage seltsam, dann ist sie wichtig

Mit anderen Worten: Was im Text steht hat einen Grund; es ist nicht zufällig und muss im Kontext verstanden werden ...

  1. dem direkte Kontext der Textpassage
  2. dem größeren Kontext des Bibelbuches (Kapitel, Abschnitte und dann das gesamte Buch)
  3. und dem noch größeren Kontext der biblischen Weltanschauung (welche, wie bereits angemerkt weder Ihre Weltanschauung ist, noch eine Weltanschauung irgendwann nach dem ersten Jahrhundert nach Christus).

Nur weil ein moderner Mensch eine Passage als merkwürdig, anstößig oder geradezu bizarr empfindet, heißt das nicht, sie wäre nur da um Platz zu füllen oder Leute späterer Generationen zu verstören. Sie spielt eine Rolle in der biblischen Lehre!

8. Erst Lesen dann Zuordnen

Anders ausgedrückt: Stellen Sie niemanden ein, der Lebensmittelregale füllt aber die Etiketten nicht lesen kann.
Oder: Legen Sie Ihre Medikamente nicht in die tägliche Tablettenbox, es sei denn, Sie können die Anweisungen lesen.

Ich meine damit, dass das Zuordnen von Bibelversen in Bedeutungskategorien (wie es die systematische Theologie tut) nicht wirklich hilfreich ist. Es kann sogar irreführend sein, wenn die angenommene Bedeutung der Verse, nicht aus der Exegese des Originaltextes stammt. 

Würde die Person, die in der Apotheke die Tabletten verpackt und zuordnet nicht lesen können, wären man zu Recht beunruhigt. Gleiches gilt für die Theologie. Erst Lesen, dann zuordnen!

  • Beginnend mit einer sorgfältigen Analyse des biblischen Urtextes.
    Das ist der Hauptbestandteil der Exegese und des ursprünglichen Sprachstudiums.
  • Erst anschließend erfolgt die Zuordnung dieser Ergebnisse.

Wichtig: Würde man genau umgekehrt vorgehen - also angefangen bei der deutschen Bibelübersetzung im Hinblick auf "Kategorien" an Lehren, an die man glauben möchte, wäre das schnell die sogenannte Beweistextmethode oder Steinbruchmethode.

Wikipedia: Steinbruch-Methode oder Beweistextmethode (engl. proof-texting) ist das Herausgreifen von Zitaten aus einem Text, um eine Behauptung zu untermauern. Kritiker bemerken, dass solche aus dem Zusammenhang gerissenen Zitate die ursprüngliche Absicht des Autors möglicherweise nicht genau wiedergeben und dass ein Dokument, das so zitiert wird, die Behauptung für welche es zitiert wird möglicherweise gar nicht stützt, wenn man es ganz liest. https://de.wikipedia.org/wiki/Steinbruch-Methode

Das schmutzige kleine Geheimnis in der christlichen Bildung ist aber, dass Sie mit vielen theologischen Werken die auf Übersetzungen basieren genau das erreichen.

9. "Verwirrt Sein" zulassen

Wenn ein Bibeltext nach einer kontextbezogenen grundlegenden Exegese weiterhin verwirrt, lassen Sie es zu.

Anders ausgedrückt: Wenn Sie die Bibel nicht weiter gedanklich beschäftigt, haben sie nicht genau gelesen. Wenn Ihr Kopf nicht mit Fragen über das Gelesene gefüllt ist (wie der Text z.B. mit anderen Versen in Einklang gebracht kann), dann haben Sie die Bibel nicht wirklich studiert.

Vielleicht gelesen, um einen geistlichen Kick zu bekommen, aber Sie denken nicht so tief über den Text nach, wie Sie es eigentlich könnten. Vertrauen Sie mir, die Kicks sind besser, je tiefer Sie in den Text eintauchen.

10 Bilden Sie ein Netzwerk exegetischer Erkenntnisse

Sammeln Sie Erkenntnisse, die Sie aus der Betrachtung der Bibel gewonnen haben. Greifen Sie darauf zurück. Erweitern Sie dieses Netz! Solche Verbindungen sind das Ergebnis eines übernatürlichen Bewusstseins, welches die Bibelschreiber angeleitet hat. Die einzige Möglichkeit, Gottes Gedanken zu denken, besteht darin, den Krümeln des Textes dahin zu folgen, wohin sie führen.

Das ist ein Grund, warum ich die Leute ermutige, die Bibel zu lesen, als wäre es ein Roman. Wenn Sie Romane lesen, wissen Sie instinktiv, dass der Autor etwas mit Ihnen vorhat - er lenkt Ihre Aufmerksamkeit auf etwas oder er lenkt sie ab, führt Sie irgendwo hin oder leitet Sie aus irgendeinem klugen Grund in die Irre. Wir lesen einen Roman und ahnen, dass wir einen Ort wiedersehen werden, Teile eines Dialogs wieder hören oder diesen Charakter wieder treffen werden. Wir wissen das einfach, weil unser Verstand auf eine bestimmte Weise verdrahtet ist und getriggert wird, wenn wir in diesen "Ich lese einen Roman"-Modus wechseln. Wir sehen Wörter anders, als beim Lesen eines Lehrbuchs.

Ich hoffe, diese zehn Gesetze bringen Sie bereits ein wenig zum Nachdenken. In den nächsten Episoden werde ich auf diese Ideen tiefer eingehen, um Ihnen dabei zu helfen, den biblischen Text und dessen Inhalte weiterzuverfolgen. Bis zum nächsten Mal...

 

Übersetzung des:
Naked Bible Podcast Transcript
Lehrer: Dr. Heiser 

Heisers Gesetze für das Bibelstudium: Lernen, die Bibel zu studieren, Teil 1 Aufgenommen im Jahr 2012